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Projekt: Novartis Basel, Campus WSJ 152, Krischanitz Building Druckversion als pdf-file
Bauherr: Novartis AG, Basel


Novartis Campus WSJ 152 Krischanitz Building Zweck:

Mit dem Programm "Novartis Campus" will Novartis das Areal St. Johann in Basel ihre neue Firmenvision baulich umsetzen. In dieser Serie von Bauprojekten ist das Gebäude WSJ-150 Krischanitz Building das erste Laborgebäude mit einer Gesamtfläche von ca. 15'000m2.

Bearbeitete Fachgebiete KIWI:
- Energiekonzept
- Wärmeerzeugung und Verteilung
- Lüftungsanlagen
- Klimaanlagen
- Kälteanlagen
- Gebäudeautomatisation

Planung/Realisierung: 2003 bis 2007

Wärme- Kälteanlagen:
Die Fernwärme der Kehricht- Verbrennungs- Anlage wird zur Beheizung des Gebäudes genutzt. Das Heizmedium wird über hydraulische Trennung und ein hausinternes Verteilsystem den Verbrauchern zugeführt. Durch diese Lösung werden die fossilen Rohstoffe geschont.
Die Rückkühlung erfolgt im Sommer mit Fabrikwasser. Im Winter kann das Fabrikwasser oder das Gebrauchswasser direkt für ev. Raum- und Gerätekühlung angewendet werden.

Klima- Lüftungsanlagen:
Die Abwärme der Kehricht KVA wird im Sommer für die Klimaluft - Kühlung genutzt (Spitzenlastdeckung zur Entlastung der Kälteerzeugung). Da die Betriebsdauer relativ kurz ist, wird ein System mit tiefen Anschaffungskosten gewählt - direkte Zuluft-kühlung mit Fernwärme, basierend auf der Methode DEC (Desiccant Evaporation Cooling).

Der hohe Heizaufwand zur Kälteproduktion relativiert sich, da in der Sommerperiode die genutzte Wärme ansonsten als reine Abwärme der Kehrrichtverbrennungsanlage an die Umwelt abgeführt werden müsste. Die Kälte kommt unter diesen Umständen energetisch gesehen günstiger zu stehen, als wenn herkömmliche, strombetriebene Kühlaggregate zum Einsatz kämen. Da diese Lösung Elektrizität substituiert, leistet das Projekt einen bedeutenden Beitrag an im schweizeri-schen Energiegesetz definierten Energie - und Klima-ziele. (Reduktion des CO2-Ausstosses).

Weitere energiesparende Massnahmen wie Wärme-rückgewinnung aus der Abluft, freie Kühlung mittels des Fabrik-/Gebrauchswassers und bedarfsabhängige Luftversorgung sind ebenfalls vorgesehen.


Integrale Planung:
Die Umsetzung der Firmenvision von Trans-parenz und Kommunikation schlägt sich architektonisch in vielen transparenten Elementen nieder. Der disziplinübergreifende, integrale Entwurf impliziert hohe Abhängigkeiten zwischen Architektur, Statik, Haustechnik und dem Laborkonzept.

Energiekonzept:
In der Übereinstimmung mit der tragenden Idee "Pilotregion Basel" stehen Umweltkriterien im Vordergrund. Durch die geplanten Massnahmen ist der Grenzwert Elekrizität/Wärme 1000/1000 MJ/m2,a einzuhalten. Die Gebäudehülle, das Energiekonzept und die Annahmen betreffend des Benutzerverhaltens sind dafür die wich-tigsten technischen Rahmenbedingungen für die folgenden Ziele:

  • niedriger Energieverbrauch (Minergiestandard)
  • hoher Raumkomfort
  • tiefe Betriebskosten
  • Nutzung erneuerbarer Energien
  • Reduktion des CO2-Ausstosses
Das Energiekonzept basiert auf folgenden Massnahmen:
  • hochwärmedämmende Fassade
  • wirksamer Sonnenschutz
  • intensive Tageslichtnutzung über Fassade
  • thermische Nutzung der inneren Baukonstruktion
  • Abfuhr der überschüssigen Raumwärme mit Wasserkreislauf
  • Klimaluft vorwiegend nur für Lufterneuerung oder Schadstoffabfuhr
  • Kälteerzeugung im Sommer wo möglich mittels Fernwärme aus der Kehrichtverbrennung (Sorptive Kühlung ohne Einsatz von FCKW)
  • optimales Steuer- und Regelkonzept